Entsafter Test 2016 – Die besten Modelle

Platz 1: Philips HR1869/01

Philips HR1869-01 frontDer Philips HR1869/01 verfügt über einen 900W-Motor, einen integrierten Trester, einen Saftbehälter mit Deckel sowie ein Tropf-Stopp-System. Im Entsafter Test konnte er, durch die zahlreichen Vorteile, die Erstplatzierung erreichen.

Die große Einfüllöffnung sowie der Ausgießer sorgen für eine unkomplizierte Bedienung.

Vorteile:

  • Hohe Saftausbeute
  • Einfache Reinigung
  • Hervorragende Saftqualität
  • Robuste Verarbeitung
  • Top Preis-/Leistungsverhältnis

Nachteile:

  • Kein zusätzlicher Zitruspressenaufsatz (Tipp: Zitrusfrüchte lassen sich auch ohne extra Aufsatz problemlos entsaften)

Testberichte:

Platz 2: Philips HR1855/00

Philips HR1855-00Der Philips HR1855/00 verfügt über einen 700-Watt-starken Motor, einen 800-ml-fassenden Saftbehälter, die Philips QuickClean-Technologie sowie einen integrierten Trester.

So können auch größere Saftmengen hergestellt werden, ohne hohen Zeitaufwand und ohne verschmutzte Küche. Die große Einfüllöffnung ermöglicht das Entsaften ganzer Früchte, ohne Vorschneiden.

Vorteile:

  • Einfache Bedienbarkeit
  • Hohe Saftausbeute
  • Für kleine und große Mengen geeignet
  • Leicht zu reinigen
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Nachteile:

  • Kein Tropf-Stopp vorhanden (durch die gute Abdichtung der Bauteile jedoch kaum Nachtropfen vorhanden)

Testberichte:

Platz 3: Philips HR1832/00 Viva Collection

Philips HR1832-00 Viva CollectionDer Philips HR1832/00 Viva Collection verfügt über einen 400W Motor, einen eingebauten Fruchtfleischbehälter, hochwertige Materialien sowie einen Ausgießer mit Tropf-Stopp. Dadurch ist ein sauberes Arbeiten ohne Spritzen möglich. Dafür gibt es im Test den 3. Platz.

In dieser Preisklasse überzeugen sowohl Verarbeitungs- als auch Saftqualität. Clever konstruierte Oberflächen sorgen für eine einfache Reinigung und eine zusätzliche Zeitersparnis.

Vorteile:

  • Günstiges Einsteigermodell
  • Ordentlicher Funktionsumfang
  • Einfache Handhabung
  • Schnelle und einfache Reinigung

Nachteile:

  • Nur eine Geschwindigkeitsstufe (jedoch in Kombination mit solidem Motor und extrafeinem Sieb völlig ausreichend)

Testberichte:

Platz 4: Philips HR1871/10

Philips HR1871-10Der Philips HR1871/10 ist mit einem 100-Watt-Motor, einer XXL-Einfüllöffnung, der Philips QuickClean-Technologie, einem Ausgießeraufsatz sowie einer 1,5-Liter-großen Saftkanne ausgestattet.

Diese Zubehörausstattung ist auch für große Saftmengen geeignet und sorgt für eine unkomplizierte und zeitsparende Bedienung. Die Saftqualität ist dabei ebenfalls sehr gut.

Vorteile:

  • Solide Verarbeitung
  • Hochwertige Materialien
  • Hohe Saftausbeute
  • Vernünftige Ausstattung
  • Unkomplizierte Bedienung
  • Einfache Reinigung

Nachteile:

  • Betriebsgeräusch (für einen 1000W-Motor jedoch absolut im Rahmen)

Testberichte:

Platz 5: Bosch MES25A0 VitaJuice

Bosch MES25A0 VitaJuiceDer Bosch MES25A0 VitaJuice wird mit einem zweistufigen 700W-Motor, einer XL-Einfüllöffnung, einem Drip-Stop-Ausgießer, einem Edelstahl-Microsieb sowie einem Sicherungsmechanismus geliefert. In unserem Entsafter Testbericht gibt es für das Modell die 5. Platzierung.

So ist ein sauberes und sicheres Arbeiten mit dem Entsafter gewährleistet. Zur Reinigung der einzelnen Bauteile ist eine extra Reinigungsbürste inklusive.

Vorteile:

  • Hohe Saftausbeute
  • Kein Vorschneiden notwendig
  • Hohe Sicherheit
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Gute Ausstattung

Nachteile:

  • Zeitaufwändige Reinigung von Hand (Tipp: die mitgelieferte Bürste nutzen oder in der Spülmaschine reinigen)

Testberichte:

1. Was ist ein Entsafter?

Ein mittlerweile unentbehrlicher und immer beliebter werdender Helfer in der Küche, mit dem Sie schnell und einfach Flüssigkeiten aus Obst, Gemüse und Kräutern extrahieren können. Der Entsafter leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung und bietet ein enormes Potential an unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten. Gerade heute, in einer schnelllebigen Zeit, in der Fastfood und Schokoriegel den Alltag vieler Berufstätiger bestimmen, kann der Entsafter sein volles Potential entfalten. Vitamin- und nährstoffreiche Säfte aus frischen Zutaten sind für einen gesunden, vitalen Lifestyle essenziell. Im besten Falle sollte ein Entsafter dabei nicht allzu viel Strom verbrauchen, kein zu lautes Betriebsgeräusch entwickeln, kostengünstig, platzsparend und sicher sein. Um grob zwischen den verschiedenen Entsafter-Konzepten zu unterscheiden, hilft die folgende Kategorisierung.

2. Welche Entsafter-Typen gibt es?

Im Wesentlichen unterschieden werden heutzutage Saftpressen, Zentrifugenentsafter und Dampfentsafter. Die unterschiedlichen Typen haben bestimmte Charakteristika sowie Vor- und Nachteile, die es sich lohnt, genauer zu betrachten. Eine „eierlegende Wollmilchsau“ wird man vergeblich suchen; kein Gerät ist wirklich perfekt. Es kommt hierbei ganz auf die Art der Verwendung und auf die persönlichen Präferenzen an.

2.1  Saftpresse

Die Saftpresse arbeitet mit dem Prinzip des mechanischen Drucks und stellen damit das simpelste System mit dem einfachsten Aufbau dar. Dadurch sind sie vor allem preisgünstig, gerade im Vergleich mit komplexeren Entsafter-Typen mit größerem Funktionsumfang. Allerdings muss im selben Atemzug erwähnt werden, dass sie nicht für jeden Aufgabenbereich geeignet sind. Äpfel, Bananen, Gemüse und ähnliche, gröbere Zutaten können mit diesen Geräten nicht verarbeitet werden. Somit ist der Anwendungsbereich tendenziell eher eingeschränkt und spricht lediglich eine kleinere Käufergruppe an, die beim Entsaften mehr Wert auf die „Basics“ legt.

2.2  Zentrifugenentsafter

Zentrifugenentsafter zerkleinern alle Zutaten mittels einer oder mehrerer Klingen, nachdem sie durch eine mehr oder weniger schmale Öffnung in das Gerät eingeführt wurden. Dadurch können auch gröbere Zutaten verarbeitet werden. Die Säfte der jeweiligen Zutaten werden durch Zentrifugalkräfte abgeleitet und in einem Auffangbehälter gesammelt. Die Reste wie Schale und Fruchthaut werden vom Saft separiert und gesondert aufgefangen. Preislich sind Zentrufgenentsafter oberhalb von Pressen angesiedelt, da sie technisch aufwändiger sind und einen breiteren Anwendungsbereich ermöglichen. Ein Großteil der am Markt angebotenen Geräte bedient sich dieser Systematik.

2.3  Dampfentsafter

Besonders geeignet speziell für Obst sind Dampfentsafter. Die Säfte werden in einer Art Dampfbad schonend extrahiert und in einem Saftauffangbehälter gesammelt. Durch den schonenden Prozess der Saftgewinnung wird eine besonders hochwertige Saftqualität erreicht und fast alle Vitamine und Nähstoffe bleiben erhalten. Jedoch bedeutet eine schonende Entnahme der Flüssigkeit auch, dass mir einem deutlich höheren Zeitaufwand gerechnet werden muss.

3. Kaufkriterien für Entsafter:

  • Anwendungsgebiet: Vor der Anschaffung eines Gerätes sollte festgelegt werden, auf welchen Aufgabenbereich das Gerät ausgelegt sein sollte. Für den Fall, dass die Entscheidung diesbezüglich noch nicht getroffen wurde, sollte ein Allrounder (Zentrifugenentsafter) gewählt werden. So lässt man sich die entscheidenden Optionen offen.
  • Verwendungshäufigkeit: Nicht weniger wichtig, ist die Frequenz, in der das Gerät genutzt wird. Für gelegentliches Entsaften von Zitrusfrüchten reicht eine mechanische Saftpresse vollkommen aus, wohingegen für gröbere Früchte sowie Gemüse eine der beiden anderen Arten vorgezogen werden sollte.
  • Preis: Selbstverständlich spielt auch die Preisgestalten eine sehr wichtige Rolle. Unzählige Hersteller bieten sehr viele Modelle der einzelnen Entsafter-Typen an, welche jeweils unterschiedliche Spezifikationen aufweisen. Hier gilt es, die einzelnen Geräte gegenüber zu stellen und die Funktionen mit den eigenen Bedürfnissen abzugleichen. Anschließend kann eine gezielte Preisspanne festgelegt und eines der Geräte ausgewählt werden.
  • Reinigung/Hygiene: Gerade, wenn der Entsafter häufig zum Einsatz kommen soll, empfiehlt es sich, die Möglichkeiten der Reinigung anzusehen. So sind einige Geräte nicht spülmaschinengeeignet oder die Reinigung stellt sich als sehr zeitaufwändig heraus. Bei einem Gerät, dass täglich im Einsatz ist, kann das den Spaß am Entsaften deutlich hemmen. Daher sollten entsprechende Informationen vor dem Kauf eingeholt werden.

4. Vorteile und Nachteile von Entsaftern

Wie bereits erwähnt, verfügen alle Typen und Modelle über ganz eigene Charakteristika sowie Vor- und Nachteile. Einiger dieser Eigenschaften können durchaus kaufentscheidend sein und sind daher im Folgenden aufgelistet.

4.1 Saftpressen

Bei den Einstiegsmodellen handelt es sich um sehr einfach bedienbare Geräte zum kleinen Preis. Sie sind besonders schnell einsatzbereit, in der Regel einfach zu reinigen (die meisten Geräte sind spülmaschinengeeignet) und kostengünstig in der Anschaffung. Der einzige große Nachteil ist die deutliche Einschränkung bezüglich der Anwendungsvielfalt. Neben weichschaligen Zitrusfrüchten lässt sich mit der Presse kaum etwas verarbeiten.

4.2 Zentrifugenentsafter

Immer noch verhältnismäßig günstig, jedoch mit deutlich größerem Anwendungsbereich können Geräte mit Zentrifugaltechnik auftrumpfen. Sie arbeiten zumeist sehr schnell und zerkleinern die Zutaten effektiv. Zudem bietet ein Großteil der Geräte die Möglichkeit, Abfälle selbstständig abzuscheiden und zu sammeln. Allerdings produziert diese Technik mehr Wärme, worunter die Saftqualität leidet und ein Teil der enthaltenen Nährstoffe verloren geht. Dazu kommt, dass eine geringere Menge an nutzbarer Flüssigkeit zustande kommt als bei anderen Geräten.

4.3 Dampfentsafter

Besonders hervorzuheben ist die hohe Saftqualität. Zusätzlich erhält man ein Endprodukt mit hoher Stabilität, das bedeutet, dass der Saft länger haltbar und auch zu späteren Zeitpunkten verzehrt werden kann. Die Saftmenge ist ebenfalls größer als bei anderen Bauarten. Einziger bedeutender Nachteil ist die lange Zubereitungszeit. Das Verfahren ist schonend, dafür jedoch zeitintensiv, was einkalkuliert werden sollte.

5. Hersteller

Es gibt unzählige Hersteller von Entsaftern, jedoch sind einige wenige von ihnen seit vielen Jahren am Markt besonders etabliert. Ebendiese Hersteller bieten gute Verarbeitungsqualität, robuste Bauteilbeschaffenheit, großen Funktionsumfang und profitieren von ihrer Erfahrungshistorie.

5.1 Philips

Der wohl am besten bekannte Hersteller von Entsaftern mit einer Vielzahl an angebotenen Geräten ist Philips. Vor allem die Produkte mit viele Funktionen und schickem Gehäuse zählen zu den Verkaufsschlagern, sind jedoch auch nicht immer die günstigsten.

5.2 Bosch

Ein wahrer Küchenprofi ist auch das deutsche Megaunternehmen Bosch, welches einen großen Teil des Entsafter-Marktes hält. Es werden ebenfalls Produkte aller Typen angeboten. Die Preisspanne reicht vom günstigen Einstiegsmodell bis hin zum sehr teuren Profigerät. Hier gilt es, die einzelnen Produkte zu vergleichen und das Preis-/Leistungsverhältnis abzuschätzen. Grundsätzlich liefert Bosch jedoch sehr gute Qualität im Bereich der Entsafter.

5.3 Gastroback

Der Hersteller Gastroback kommt aus dem professionellen Anwendungsbereich und ist beim „normalen“ Verbrauche eventuell nicht ganz so weit verbreitet wie Bosch oder Philips. Dennoch bietet Gastroback gute Qualität und verschiedene Modelle, je nach Anspruch des Nutzers.

5.4 Panasonic

Der asiatische Tech-Riese darf selbstverständlich auch bei den Entsaftern nicht fehlen. In Testberichten schneiden auch die Geräte von Panasonic in der Regel hervorragend ab und es gibt sie in unterschiedlichen Preisbereichen. Von Saftpresse bis Zentrifugenentsafter gibt es hier alles in verschiedensten Ausführungen, Farben und Formen. Je nach Ausstattung und Verarbeitung variiert der Preis dementsprechend.

5.5 Acopino

Der eher unbekannte Hersteller Acopino hat sich in den letzten Jahren einen Namen am Markt gemacht. Die Produkte sind eher im hochpreisigen Segment angesiedelt und konnten bereits des Öfteren in Testberichten überzeugen. Vor allem ist Acopino für sehr teure, aber hervorragend verarbeitete Saftpressen bekannt.

5.6 Siemens

Das Traditionsunternehmen Siemens vertreibt bereits seit einigen Jahrzehnten Küchengeräte, darunter auch Entsafter. Die Produkte profitieren von der langen Erfahrung des Großkonzerns und befriedigen die Ansprüche der Kunden unterschiedlichster Hintergründe, vom Einsteiger bis zum Vollprofi. Alle Typen und Techniken sind verfügbar und bedienen den mittleren sowie den gehobenen Preisbereich.

6. Kaufratgeber (Checkliste)

Worauf vor dem Kauf eines Entsafters zu achten ist, findet sich hier noch einmal in der Übersicht. Dabei gilt immer das Motto: die Anforderungen an das Gerät sollten immer den Vorstellungen des Käufers gerecht werden. Da es sich hierbei um tatsächliche Alltagsgegenstände handelt, sollten sie perfekt auf das Nutzungsverhalten abgestimmt sein, um keinen Frust hervorzurufen.

  • Wie teuer darf es werden? Vor dem Kauf sollte unbedingt ein festes Budget, bzw. eine feste Preisspanne vorhanden sein. Notieren Sie die Anforderungen, die Sie an das Gerät stellen, recherchieren Sie die Preise für entsprechende Geräte und legen Sie einen konkreten preislichen Rahmen fest. So stellen Sie sicher, dass Sie ein für sich passendes Preis-/Leistungsverhältnis aufrechterhalten.
  • Welcher Typ soll es werden? Anhand der bereits genannten Eigenschaften der verschiedenen Gerätetypen, sollten Sie vor dem Kauf die verwendete Technik auswählen. Wird nur gelegentlich etwas Obst verarbeitet, greifen Sie zu einer Presse. Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich ein Zentrifugenentsafter oder ein Dampfentsafter. Müssen die Säfte länger haltbar sein oder soll die Saftqualität absolut einwandfrei sein, greifen Sie besser zu einem Gerät mit Dampftechnik.
  • Wie oft wird das Gerät genutzt? Sollte der Entsafter alle paar Wochen genutzt werden, reicht ein günstigeres Einsteigermodell. Nutzen Sie Ihren künftigen Entsafter täglich und für mehrere Personen, sollten Sie ein Produkt mit guter Verarbeitung und Garantie bevorzugen. Denken Sie auch an den Reinigungsaspekt, denn durch einen hohen Zeitaufwand bei der Reinigung in Kombination mit einer hohen Einsatzfrequenz kann schnell Frust aufkommen.

7. Die häufigsten Fragen und Antworten zu Entsaftern

Um die wichtigsten Produktmerkmale und Eigenschaften eines Entsafters im Blick zu haben, ist diese Übersicht der häufigsten Fragen und Antworten besonders hilfreich.

7.1 Welcher Motor passt zu meinen Ansprüchen?

Bei der Frage nach dem Motor geht es vor allem um die entsprechende Motorleistung des Gerätes. Je kräftiger der Motor, also je höher seine Nennleistung (in Watt) ist, desto besser lassen sich auch gröbere Zutaten zerkleinern und die Saftmenge ist ebenfalls größer. Natürlich steigt mit der Leistung auch der Stromverbrauch des Gerätes, daher sollte hier ein guter Kompromiss gefunden werden. Die meisten Geräte verfügen über eine Leistung von 700 Watt bis 1000 Watt, wobei mit 1000 Watt selbst sehr grobe Gemüsesorten entsaftet werden können.

7.2 Welche Bauteile sind entscheidend für ein gutes Ergebnis?

Neben dem Motor sind vor allem die Klingen sowie das Sieb des Entsafters von entscheidender Bedeutung. Die Klingen der Entsafter sind je nach Hersteller unterschiedlich geformt und angeordnet. Wirklich wichtig ist jedoch, dass sie besonders hart und scharf sind. Je schärfer die Klingen, desto besser das Entsaftungsergebnis. Das Sieb sollte einen möglichst guten Kompromiss zwischen Grob- und Feinmaschigkeit bieten. Zu grobe Maschen lassen eventuell zu viele Abfälle zum Endprodukt durch, während zu feine Maschen unter Umständen wichtige Bestandteile des Saftes zurückhalten.

7.3 Welches Zubehör sollte im Lieferumfang enthalten sein?

Grundsätzlich gilt: Motor, Klingen und Sieb sind entscheidend, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Alle weiteren Zubehörteile rauben wertvollen Platz in der Küche. Es nützt nichts, ein Gerät mit praktischen Abmessungen zu kaufen, wenn nochmal der gleiche Raum durch Zubehör benötigt wird. Daher bestenfalls vor dem Kauf die Zubehörliste durchsehen und entscheiden, was für den jeweiligen Anwendungsbereich sinnvoll erscheint und was nicht.

7.4 Sind teure Geräte automatisch besser?

Nein. Der Preis eines Gerätes sagt grundsätzlich nichts über seine Qualität aus. Grundlegend ist darauf zu achten, dass der Preis eines Entsafters im Vergleich mit seinen direkten Konkurrenten nicht zu sehr nach oben oder unten abweicht. Ein vermeintliches Schnäppchen könnte ein Indiz auf mangelnde Verarbeitungsqualität sein. Kleine Preisabweichungen sind natürlich normal und es gilt hierbei, nicht Gerät A zu kaufen, bloß, weil es ein Paar Euro günstiger ist als Gerät B. Hier lohnt es sich wirklich, etwas genauer hinzuschauen.

7.5 Was ist, neben den technischen Spezifikationen, noch zu beachten?

Ein weiteres, sehr wichtiges Kriterium ist die Garantiezeit des jeweiligen Artikels. Entsafter weisen häufig Motoren mit sehr hohen Drehzahlen auf, welche, nüchtern betrachtet, Verschleißteile darstellen. Irgendwann ist ein Motor oder eine Klinge einfach am Ende seiner Lebenszeit angelangt. Umso wichtiger ist eine angemessene Garantiedauer. Die Standardgarantiezeit beträgt zwei Jahre. Es gibt jedoch auch Hersteller, die bei ihren Geräten drei oder mehr Jahre Garantie gewähren. Dies ist definitiv ein Pluspunkt bei der Auswahl des Entsafters.

Ebenfalls besonders zu beachten sind die Sicherheitseigenschaften der angebotenen Geräte. Ein absolut unabdingbares Bauteil des Entsafters sollte eine Sicherung sein, die den Innenraum, welcher die Klinge(n) enthält, während der Benutzung vom Benutzer trennt. Dies kann beispielsweise durch einen Sicherungsbügel gelöst sein, der das Entnehmen des Inhalts nur zulässt, wenn der Motor abgeschaltet ist. So lassen sich Verletzungen durch den direkten Kontakt mit den Klingen vermeiden.

8. Entsafter vs. Mixer

Abschließend lohnt es sich, zu überlegen, ob nicht vielleicht doch ein Mixer die richtige Wahl ist. Der wesentliche Unterschied ist der, dass beim Mixen die gesamten Zutaten zerkleinert und verflüssigt werden. So ist sichergestellt, dass wirklich alle Nährstoffe, Vitamine, etc. im Glas landen. Falls Sie sich nun fragen, weshalb ein Entsafter vorzuziehen wäre, gibt es eine deutliche Antwort: Neben den guten und gesunden Inhaltsstoffe landen beim Mixen auch alle festen Fasern mit im Glas.

Diese sind zwar in der Regel unschädlich, stellen jedoch eine größere Herausforderung an das Verdauungssystem dar. Beim Entsafter werden diese Fasern, Schalen und Häute abgetrennt und entfernt. Durch die resultierende Entlastung des Verdauungsapparates können alle wichtigen Bestandteile des Extrakts schneller vom Organismus aufgenommen und verwertet werden. Grundsätzlich ist zu beachten, ungespritztes Obst und Gemüse zu verwenden, damit erst gar keine giftigen Stoffe im extrahierten Saft landen können. Es gilt somit vorher abzuwägen, wo die Prioritäten liegen und anschließend eine Entscheidung zu treffen.